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Umgebung

Die Umgebung Sienas und Crete Senesi
Die Crete Senesi üben eine Art Uranziehungskraft aus. Hier erlebt man den Tag wie einen langanhaltenden Zyklus, bestehend aus Stille und sich ständig verändernden Farben. Die Crete Senesi sind das antike Abbild der Geschichte Sienas, die hier scheinbar bis in den Himmel reichende Türme und Burgen hervorgebracht hat und die ihre bezaubernde Fortsetzung im Orcia-Tal findet. Die Natur schuf hier eine perfekte, eigene Welt aus eigenartigen Erdkrümmungen mit wirklich einzigartigen Farben, die zu jeder Jahreszeit ein anderes Bild bieten. Die Crete Senesi sind das Land der Poeten, der Schriftsteller und der Mystiker, die hier immer ihre Inspiration fanden. Ein sehr empfehlenswerter Ausflug, sowohl vom landschaftlichen Gesichtspunkt aus als auch wegen der vielen interessanten kleinen Kunstwerke, führt über die Abtei Abbazia di Monte Oliveto Maggiore, zwischen Olivenbäumen, Zypressen und Weinstöcken, an Montalcino vorbei und weiter nach S. Quirico d'Orcia, bis Pienza und Montepulciano.

Monte Oliveto Maggiore (Asciano, Siena)
Die berühmte Abtei, ein Bauwerk der senesischen Kunst, gegründet 1313, ist das Mutterhaus der Monte Oliveto-Benediktiner. Die Abtei besteht aus mehreren Gebäuden, gebaut zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert, einem mittelalterlichen Palazzo, der Kirche und dem Kloster. Sehr beeindruckend sind die großzügigen Fresken, die sich entlang der Wände des großen Kreuzgangs ziehen. Sie stellen Episoden aus dem Leben des Sankt Benedikt dar. Der Freskenzyklus, eine Arbeit von Signorelli (1497-1498, zeigt 9 Geschichten) und von Sodoma (von 1505 an, zeigt 25 Geschichten), ist einer der bedeutendsten Renaissancemalereien. Interessant sind auch der Kleine Kreuzgang, die Bibliothek, der Speisesaal, die Bildersammlung und der Arbeitsraum der Mönche.

Montalcino (Siena)
Ein charakteristisches Städtchen in Panoramalage auf einem Hügel zwischen den Tälern des Ombrone und des Asso. Landwirtschaftliches Zentrum, bekannt für die Weinproduktion, wie den Brunello, den Rosso di Montalcino und den Moscadello. Sehenswürdigkeiten sind der Palazzo Comunale (das Rathaus), die romanisch-gotische Kirche des St. Augustin und das Stadt- und Diözesanmuseum. Die Burg "La Rocca", von den Senesen 1361 gebaut, dominiert die Ortschaft von der Spitze des Hügels aus, fünfeckig, aus großen Steinen gebaut, mit Türmen und Bollwerken. Das Innere kann besichtigt werden, dort befindet sich auch eine Enoteca für die Verkostung lokaler Weine. Empfehlenswert ist ein Ausflug zur Abtei Sant‘ Antimo, die ganz in der Nähe liegt.

Pienza (Val d'Orcia, Siena)
Das Städtchen wurde 1458 auf Wunsch von Papst Pio II, Enea Silvio Piccolomini, gegründet, der - kaum gewählt - das als Corsignano bekannte Örtchen umbauen lassen wollte. Diese Aufgabe übertrug er an Bernardo Rossellino, einen der größten florentinischen Architekten der Renaissance. Der Platz Pio II öffnet sich zur Ortsmitte, daran schließen sich unmittelbar die wichtigsten Bauwerke: die Kathedrale, das Rathaus, der Bischofspalast und der Palazzo Piccolomini, das Meisterwerk von Rossellino. Bemerkenswert auch der Brunnen vor dem Palazzo Piccolomini, ebenfalls ein grandioses Werk Rossellinis. Zu empfehlen ist auch ein Spaziergang (ca. 10 Minuten) bis zum Pfarrhaus von Corsignano, der kleinen Kirche des antiken Ortes, die ganz deutlich im Grünen zu erkennen ist. Von den typischen Erzeugnissen aus dieser Gegend ist der geschätzte Pecorino Käse (der typische Schafskäse dieser Region) aus Pienza zu erwähnen, den man auf jeden Fall probieren muss.

Montepulciano (Siena)
Es ist eine der am Besten erhaltenen und charakteristischsten Renaissancestädtchen in der Toskana. In Panoramaposition auf einem Hügel über dem Piano della Chiana gelegen, ist Montepulciano auch ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum und bekannt für seine guten Weine. Wenn man auf der Via di Gracciano fährt, befinden sich im vorderen Teil der Straße sehr elegante Gebäude, wie der 500 Jahre alte Palazzo Avignonesi und die Kirche des St. Augustin. Die Piazza Grande, am höchsten Punkt des Hügels, ist das Zentrum der Stadt. Sie ist umgeben von vornehmen Gebäuden, wie dem Palazzo Comunale und dem Dom. Im gotischen Palast Neri-Orselli in der Via Ricci befindet sich das Stadtmuseum. Nicht versäumen darf man einen Besuch in der am Fuße der Stadt gelegenen Kirche von St. Biagio, dem Meisterwerk von Antonio da Sangallo Il Vecchio (1518-45). Die Kirche, eines der wichtigsten Bauwerke der Renaissance, ist eine harmonische Konstruktion nach Art des griechischen Kreuzes, gekrönt von einer hohen Kuppel und mit einer Front, die von zwei alleinstehenden Türmen gesäumt ist. Nach 5 km in Richtung Chianciano erreicht man die Thermalgewässer von Montepulciano mit ihrem schwefelhaltigen Wasser, das auch reich an Bikarbonat und Magnesium ist.

San Gimignano (Siena)
Ein beschauliches Städtchen, das sich auf einem Hügel über dem Valdelsa erhebt, im Herzen einer blühenden Landschaft. San Gimignano hat sich den mittelalterlichen Charakter erhalten und ist von zahlreichen Türmen gekennzeichnet. Darum ist es einer der bekanntesten Orte in der Toskana und das Ziel zahlreicher Touristen. Von den ursprünglich 72 Türmen existieren heute noch ca. 15, die der Stadt auch ihre Einzigartigkeit verleihen und bereits 1990 wurde San Gimignano von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. San Gimignano schuldet seine Bekanntheit der mittelalterlichen Atmosphäre die man überall verspürt, in den Geschäften der Künstler und Handwerker, der Töpfer und Goldschmiede, in den charakteristischen Gässchen, die sich zwischen den kleinen Plätzen und Häusern durchziehen, und einen in die Zeiten der Kämpfe zwischen den Guelfen und den Ghibellinen zurück versetzen. Zahlreiche Filme vor mittelalterlicher Kulisse wurden in San Gimignano gedreht. Einen besonderen Besuch wert sind der Piazza della Cisterna, der Piazza del Duomo mit den ihn umgebenden Häusern, das Kollegium und S. Agostino. Der Piazza della Cisterna hat seinen Namen von der Zisterne aus dem zweiten Jahrhundert, die sich in dessen Mitte befindet, der Piazza del Duomo ist das bauliche Zentrum der Stadt, und alles zusammen mit Palästen und den anderen Türmen bildet eine geschlossene Einheit. Das Kollegium von S. Maria Assunta ist ein romanisches Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert, das mehrere Male verändert und restauriert wurde. Die Kirche des S. Agostino, romanisch-gotisch aus dem Ende des 13. Jahrhunderts birgt die Fresken von Benozzo Gozzoli, die das Leben des Heiligen und die Krönung von Maria del Pollaiolo darstellen. Der Palazzo del Popolo, auch Palazzo Nuovo del Podestà genannt, ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung. Besondere Beachtung gebührt auch den typischen Erzeugnissen von San Gimignano, wie der Vernaccia und der Safran. Der Vernaccia ist einer der am meisten geschätzten Weißweine Italiens und wird nur in der Gegend von San Gimignano erzeugt. Es war der erste italienische Wein, dem 1966 die geschützte Herkunftsbezeichnung DOC, Denominazione di Origine Controllata, verliehen wurde. Der Anbau des Safrans hat eine antike Historie: viele Dokumente zeugen von seiner Wichtigkeit für die Wirtschaft der Gemeinde San Gimignano im Mittelalter, als es bereits ein sehr teures Produkt war. San Gimignano ist darüber hinaus bekannt für seine Veranstaltungen und Termine, mit dem "Estate Sangimignanese", dem Sommer von San Gimignano, mit seinen Opern- und Konzertaufführungen auf dem Piazza Duomo.

Siena
Die Stadt Siena gilt bereits seit Gedenken als eine der schönsten Städte Italiens und konkurriert bereits seit Urzeiten mit der Regionshauptstadt Florenz in künstlerischer Hinsicht. Das mittelalterliche Flair der Stadt sowie die vielen gotischen Bauwerke an der Piazza Campo die zwischen dem 12 und 15 Jahrhundert entstanden sind, wurden 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit ernannt. Die Piazza del Campo ist Muschelförmig aufgebaut und ist aufgrund ihrer architektonischen Schönheit eine wahre Sehenswürdigkeit, die man besichtigen muss. Dort wird zwei Mal im Jahr das berühmte Pferderennen Il Palio ausgetragen. Il Palio di Siena ist eines der härtesten Pferderennen der Welt. Palio bezeichnet in Italien allgemein einen Wettkampf zwischen benachbarten Gebieten, der mit Pferden oder anderen Tieren ausgetragen wird. Im Rennen treten die heute 17 Contrade - die Stadtteile Sienas - gegeneinander an. Es wird seit dem Mittelalter zweimal jährlich veranstaltet und ist „das“ Ereignis in Siena. Das Rennen am 2. Juli findet zu Ehren der Madonna di Provenzano (Palio di Provenzano) statt, das am 16. August zu Ehren der Maria Himmelfahrt (Palio dell'Assunta). Der Dom von Siena, eine weitere beeindruckende Sehenswürdigkeit (ital. Cattedrale di Santa Maria Assunta) ist die Hauptkirche der Stadt Siena. Heute ist das aus charakteristischem schwarzem und weißem Marmor errichtete Bauwerk eines der bedeutendsten Beispiele der gotischen Architektur in Italien. Der Dom entstand aus einer dreischiffigen romanischen Basilika. Heute präsentiert sich der Bau immer noch als solche, jedoch mit gotisch erhöhtem und eingewölbtem Mittelschiff, kompliziertem, mehrschiffigen Querhaus und einem gotischen Chor. Romanisch blieb die unregelmäßig sechseckige Kuppel über der Vierung, die für viele der Unregelmäßigkeiten des Baues verantwortlich ist. Baubeginn war 1229. 1263 wurde der Dom größtenteils fertiggestellt. Die Errichtung des rund 77 m hohen Glockenturms zog sich noch bis ins Jahr 1313 hin.

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